Datum
29.01.2020
Titel
Die Landesgruppe Berlin/Brandenburg des Bundesverbands Pflege-management fordert einen Stopp der Leasingspirale.
Text

Die immer weiter steigenden Preise der Pflegepersonal-Leasingfirmen setzen die Einrichtungen in Zeiten des Pflegenotstands zunehmend unter Druck. Und belasten die Finanzen mit negativen Auswirkungen für die Patienten.

Berlin, 29. Januar 2020. Letzte Woche kündigte der größte Vermittler von Leasingkräften in Berlin – die Online-Plattform Insitu – an, ab dem 1. März 2020 eine allgemeine Preisobergrenze für sämtliche Zeitarbeitsangebote in der Pflege einzuführen. Damit stellt sich das Unternehmen auf die Seite der Krankenhäuser sowie stationären und ambulanten Einrichtungen. „Eine Initiative, die großes Lob verdient und die wir als Landesgruppe Berlin/Brandenburg des Bundesverbands Pflegemanagement absolut unterstützen“, kommentiert die Landesgruppenvorsitzende Berlin/Brandenburg Britta Schulze die Maßnahme.

Die Angebotspreise der Zeitarbeitsfirmen steigen seit einiger Zeit überproportional. Um ihrem Versorgungsauftrag sowie den gesetzlich geforderten Personaluntergrenzen gerecht zu werden, sind die Einrichtungen gezwungen, diese hohen Preise zu zahlen. Denn nur über die Beschäftigung von Leasingkräften sind viele momentan in der Lage ausreichend Pflegepersonal zu beschäftigen. Die hohen Preise führen aber auch dazu, dass immer mehr Stammmitarbeiter zu Leasingfirmen wechseln, die sie mit teilweise unmoralischen Angeboten abwerben. „Um den Pflegepersonalmarkt nicht weiter aus den Angeln zu heben, ist ein Stopp der Leasingpreisspirale dringend erforderlich“, fordert die Landesgruppenvorsitzende. „Zudem müssen die Einrichtungen verstärkt auf alternative, innovative Arbeitszeitmodelle setzen, um ihre Abhängigkeit von den Leasingfirmen zu reduzieren“, so Schulze weiter. 

Ansprechpartner: Britta Schulze, Vorsitzende der Landesgruppe, britta.schulze@bv-pflegemanagement.de 

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